Regeln für Spekulanten

Finanzminister für Positionslimits

Am heutigen Freitag haben die Finanzminister der Europäischen Union die Haltung zur neuen EU-Finanzinstrumente-Richtlinie (Mifid) festgelegt. Damit ist der Weg für die Verhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission frei.

In seinem Positionspapier plädiert Ecofin unter anderem für eine verbindliche Einführung von Positionslimits an Warenterminmärkten in der EU. Durch diese verbindlichen Obergrenzen für Investoren soll „exzessive Spekulation" mit Rohstoffen eingegrenzt werden. Zudem sollen die Finanzmärkte regelmäßige Berichte über das Engagement einzelner Typen von Anlegern – also institutionellen oder kommerziellen Anlegern – veröffentlichen. Solche Positionsberichte veröffentlicht die Chicago Board of Trade bereits wöchentlich. Physische Preisabsicherungsgeschäfte der Agrarwirtschaft sollen von den Positionslimits ausgenommen werden.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner begrüßte den Vorschlag der EU-Finanzminister. Sie hält die vorgeschlagenen Maßnahmen für geeignet, um „exzessiven Spekulationen mit Nahrungsmitteln einen Riegel vorzuschieben“. Gleichzeitig würden die Warenterminmärkte für Agrarsektor „robust und funktionsfähig“ gemacht.

Bis Mifid umgesetzt wird, werden in etwa noch 18 Monate vorgehen. Geht alles nach Plan, würde die Richtlinie 2015 in Kraft treten. (pio)
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