Die EU-Kommission hat für 2016 eine Absatzförderung für bäuerliche Agrarerzeugnisse in Höhe von 111 Mio. € verabschiedet. Unter dem Motto „Enjoy, it's from Europe“ können damit Informations- und Absatzförderkampagnen in Drittländern finanziert werden. Davon sollen insbesondere jene Sektoren profitieren, die unter einer derzeit schwierigen Marktlage leiden, wie Milch und Schweinefleisch.

Zudem wird der EU-Kofinanzierungsschlüssel von 50 auf 70 bis 80 Prozent erhöht. Gleichzeitig entfällt die nationale Kofinanzierung, wodurch gleiche Bedingungen in allen Mitgliedstaaten geschaffen werden. Der Verwaltungsaufwand während des Auswahlverfahrens wird erheblich reduziert, was die Antragstellung vereinfacht, berichtet das Agrarische Informationszentrum weiter. Auf diese Weise wird dazu beigetragen, die für die Absatzförderung verfügbaren EU-Haushaltsmittel schrittweise von 61 Mio. € im Jahr 2013 auf 200 Mio. € im Jahr 2019 aufzustocken.

Das Programm von 2016 betrifft ausgewählte Drittländer, in denen das höchste Wachstumspotenzial insbesondere in denjenigen Sektoren zu verzeichnen ist, die gegenwärtig mit einer besonders schwierigen Marktlage konfrontiert sind, zum Beispiel Milch und Schweinefleisch. (az)
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