Bayerischer Bauernverband

Flächenfraß muss gestoppt werden

Beim Flächenverbrauch bleibt Bayern mit 13 Hektar pro Tag Spitzenreiter in Deutschland. Der Verlust an landwirtschaftlichem Grund und Boden seit 1960 liegt im Freistaat nach Angaben des Landesamtes für Statistik bei über 800.000 Hektar, was in etwa dem gesamten Umfang an Acker- und Grünland der Regierungsbezirke Unterfranken und Schwaben entspricht.

"Der ungebremste Verbrauch von von land- und forstwirtschaftlichen Flächen muss endlich gestoppt werden", fordert nun der Bayerischen Bauernverband (BBV). Der BBV setzt sich, nach eigenen Angaben, schon seit Jahren für den Flächenschutz ein. Deshalb hat das BBV-Präsidium jetzt ein Positionspapier auf den Weg gebracht, in dem nochmals der Erhalt von Nutzflächen in Bayern eingefordert wird.

"Für die bayerischen Waldbauern, Landwirte und Grundeigentümer sind ihre Flächen Lebenswerk, Einkommens- und Existenzgrundlage zugleich", heißt es in dem Positionspapier. Der Bauernverband fordert die Regierung auf, den Flächenverbrauch drastisch zu reduzieren. Der Entzug land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen für Infrastrukturprojekte müsse minimiert und es müssten Ersatzflächen auch im Bereich Landwirtschaft bereitgestellt werden, wie dies bereits für Waldflächen gesetzlich Pflicht sei.

Bund und Länder sind aufgefordert, endlich ernst zu machen mit Sicherung landwirtschaftlicher Nutzflächen und ein gesetzliches Erhaltungsgebot auf für landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Zudem fordert der Verband "intelligente Ansätze" bei Ausgleichsmaßnahmen. Statt den Bauern auch in diesem Zusammenhang weitere Flächen wegzunehmen, sollten alternative Möglichkeiten wie etwa nutzungsintegrierte Kompensationsmaßnahmen genutzt werden. Der BBV fordert Außerdem Ersatzgelder für Eingriffe in das Landschaftsbild zum Beispiel durch Windräder und Leitungstrassen für die Entsiegelung bereits versiegelter Flächen. (HH)
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