Grundstücksverkehrsgesetz

Flächenverbrauch angestiegen

Der Flächenverbrauch im Freistaat Bayern ist weiter angestiegen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung.

"Damit die Land- und Forstwirtschaft die Bevölkerung auch künftig mit Lebensmitteln und Bioenergie versorgen kann, müssen landwirtschaftliche Flächen dringend geschützt werden", fordert der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Walter Heidl.  Der BBV mache sich deshalb für ein nachhaltiges Flächenmanagagement und eine Verbesserung des landwirtschaftlichen Bodenrechts stark.

Wenn landwirtschaftliche Flächen veräussert werden, muss der Verkauf geprüft und nach dem Grundstücksverkehrsgesetz genehmigt werden. Das Problem: Während in anderen Bundesländern eine Genehmigung bereits schon ab 0,15 ha erforderlich ist, greift das Gesetz in Bayern erst ab 2 ha. Nach Ansicht des BBV müsse diese Freigrenze herabgesetzt werden.

Darüber hinaus seien weitere Gesetzesänderung erforderlich, um negative Entwicklungen in den Griff zu bekommen. So müssten etwa die vielen Bestimmungen aus verschiedenen Gesetzen vereinheitlicht und in einem Landesgesetz zusammengeführt sowie eine bessere Beratung auf den Weg gebracht werden.

Aktuell sind in Bayern fast 819.000 ha mit Siedlungs- und Verkehrsflächen bedeckt. Das sind fast 12 Prozent der gesamten Landfläche des Freistaates. Gegenüber 2012 nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche um weitere 6.612 ha beziehungsweise 0,8 Prozent zu. (HH)    
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