Das Raumordnungsprogramm (LROP) des Landes Niedersachsen soll grundlegend geändert werden. Der zuständige Agrarminister Christian Meyer (Die Grünen) will den Flächenverbrauch insgesamt begrenzen. Nicht mehr als 3 Hektar pro Tag dürfen „dem Freiraum entzogen werden“. Aus Natur- und Klimaschutzgründen sollen vor allem die verbliebenen 400.000 Hektar Moorflächen weitgehend erhalten bleiben. Sie werden als natürlicher CO2-Speicher festgelegt.

Beim Netzausbau und Stromtrassen wurden klare Regelungen formuliert. Beim Bau von Höchstspannungsfreileitungen soll dem Bestand Vorrang vor dem Neubau eingeräumt werden. Hinzu kommt das Ziel der Landesregierung „alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen möglichst hohen Anteil von Erdverkabelung gegenüber oberirdischen Stromleitungen zu erzielen"

Beschlossen wurde auch, dass Gorleben als mögliches atomares Endlager gestrichen wird. Allen Entscheidungen zu diesen Themen soll ein breiter Beteiligungsprozess der Bevölkerung voran gehen.

„Das neue LROP soll in vielen Bereichen für einen echten Paradigmenwechsel sorgen und bedeutet auch hier die zügige Umsetzung des gemeinsamen Koalitionsvertrags", sagte Meyer am Donnerstag in Hannover. (hed)
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