Im Jahr 2014 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 4.293 Tiere und vom Tier stammende Lebensmittel auf Antibiotika untersucht. Die meisten Proben stammen von Tieren, die entweder im Tierhaltungsbetrieb oder auf dem Schlachthof beprobt wurden, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. „Wir haben in unserem zertifizierten Labor nur bei 0,16 Prozent beziehungsweise sieben Proben Rückstände von Antibiotika oberhalb der zugelassenen Höchstwerte nachgewiesen", erklärte Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

Dies seien zwar sieben Poben zuviel, dennoch zeigten die Ergebnisse, dass der absolute Großteil der Lebensmittel ohne Probleme gegessen und genossen werden könne. „Außerdem ist dies im Gegensatz zu anderen Studien eine repräsentative Probenanzahl, gerade wenn ich daran denke, dass Verbände mit 60 Proben einen riesigen Medienhype entwickeln“, stellte Backhaus klar.

Eine Tendenz gegenüber den Vorjahren lasse sich nicht ableiten. Generell liegen die Positivbefunde in der gleichen Größenordnung wie in den Jahren 2012 und 2013. Die Nachweisverfahren wurden jedoch optimiert, was zu einer größeren Untersuchungstiefe geführt habe. In den Proben, die im Einzelhandel gezogenen wurden, konnten keine Antibiotika nachgewiesen werden. (az)
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