UBA-Papier

Fleischesser belasten Klima


Während in Paris Staats- und Regierungschefs um ein Klimaabkommen ringen, veröffentlicht das Umweltbundesamt (UBA) die Broschüre „Umwelt, Haushalte und Konsum“. Darin kommen der Verzehr von und der Handel mit Fleisch nicht gut weg. „Unsere Klimaschutzziele werden wir nur erreichen, wenn wir auch über unser Konsumverhalten nachdenken“, betont UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Das mache auch vor „liebgewonnenen Gewohnheiten“ wie eben dem Fleischkonsum nicht halt: „Die Produktion tierischer Produkte, allem voran Fleisch, belastet die Umwelt in hohem Maße – durch Resoourcen- und Flächenverbrauch, aber auch Nitratbelastung von Böden und Gewässern und hohe Treibhausgasemissionen."

Zwar sinke der Fleischkonsum in Deutschland bereits leicht, stellt das UBA weiter fest. Wurden im Jahr 2000 noch 2,8 Mio. t Fleisch konsumiert, waren es 2013 nur noch 2,6 Mio. t. Gleichzeitig steige aber der Fleischexport der Deutschen, und zwar von 0,8 Mio. t im Jahr 2000 auf rund 3 Mio. t 2013. Die Produktion von Rindfleisch verursache zwischen 7 und 28 kg Treibhausgasemissionen, Obst oder Gemüse dagegen weniger als 1 kg, bilanziert die Behörde. (pio)
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