GAP-Reform

Flickenteppich bei den Subventionen


Deutschland ist der einzige unter den EU-Mitgliedstaaten, der seine Direktzahlungen vollständig von der Erzeugung abkoppelt. Die anderen Staaten nutzen häufig den Spielraum der Reform und binden bis zu 15 Prozent der Zahlungen an die Produktion. Vor allem die Rinder- und die Milchviehhaltung wird in vielen EU-Mitgliedstaaten gestützt.

Die EU-Kommission stellte im Sonderausschuss für Landwirtschaft (SAL) in Brüssel die Umsetzung der GAP-Reform in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Danach kürzen vor allem Polen, die Slowakische Republik und Ungarn ihre Mittel der 2. Säule der GAP, um die Direktzahlungen aufzustocken. Das Vereinigte Königreich, Dänemark, Deutschland und Frankreich kürzen dagegen die Summe für die Direktzahlungen, um die ländlichen Förderprogramme ausbauen zu können.

Einheitliche Flächenprämien gibt es für die Landwirte lediglich in England, Deutschland, Malta und auf Korsika. Bis 2019 wollen Wales, Schottland, Finnland, Österreich und die Niederlande ebenfalls bei einheitlichen Zahlungen ankommen. In Frankreich, Italien und Spanien bleibt es dagegen bei regionalen Ungleichgewichten zwischen der Höhe der Direktzahlungen. (Mö)
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