„Trotz Kürzung der europäischen Mittel ist es uns gelungen, die einzelnen Förderprogramme so zu gestalten, dass sie ihre Wirkung entfalten können und das Land voranbringen“, sagt Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) heute in Erfurt.

Zur Umsetzung des Förderprogramms für das ländliche Thüringen sollen bis zum Jahr 2020 rund 625 Mio. € aus dem europäischen ELER-Fonds fließen. In der Förderperiode 2007 bis 2013 waren es noch 748 Mio. € gewesen. Weitere 54 Mio. € kommen ab 2016 aus Umschichtungen der 1. Säule der Agrarpolitik, den Direktzahlungen an die Landwirte. Sodass insgesamt der Fördertopf um 9,2 Prozent abschmilzt.

Zusätzlich sollen mehr als 177 Mio. € in den Umwelt- und Klimaschutz in der Landwirtschaft (KULAP) fließen, 86,5 Mio. € in die Dorfentwicklung oder 70 Mio. € in die Investitionsförderung für Agrarbetriebe. Neu aufgenommen werden unter anderem die Förderungen von schnellem Internet, der Abwasserentsorgung in ländlichen Gebieten oder der Revitalisierung von Brachflächen. Der Ökolandbau in Thüringen soll mit zusätzlichen 28,5 Mio. € unterstützt werden.

Das Entwicklungsprogramm liegt zur Begutachtung und Genehmigung bei der Europäischen Kommission. Wenn diese bis Jahresende zustimmt, kann die Förderung am 1. Januar 2015 beginnen. Das Antragsverfahren für das KULAP-Programm läuft schon jetzt. (hed)
stats