Die EU-Kommission hat schnell gehandelt und eine Verlängerung der laufenden Förderperiode für Umweltprogramme bis Ende 2014 verlängert. Eigentlich würde die Förderperiode dieses Jahr enden. Da aber der Mehrjährige Finanzrahmen der EU von 2014 bis 2020 noch vom Europaparlament abgesegnet werden muss, verzögert sich die nationale Umsetzung. Damit ist immer noch nicht geklärt, wie viel Geld für Förderprogramme der EU für die EU-Staaten ab 2014 bereitsteht. Damit Landwirte jedoch weiter planen können, hat nun die EU-Kommission entschieden, dass die  Gelder auch für 2014 bereit stehen und die laufende Förderperiode um ein Jahr verlängert wird. Thüringen ist eines der ersten Bundesländer, die den Landwirten konkret weiter Geld zusichert: "Wir werden jetzt zügig auf alle Landwirte zugehen, die die Verlängerungsoption betrifft", sagte Thüringens Agrarminister Reinholz anlässlich der Nachricht aus Brüssel.

Die Europäische Kommission hatte am 12. April 2013 die Durchführungs­verordnung (EU) Nr. 335/2013 verabschiedet, die die frühere Verordnung (EG) 1974/2006 ändert. Die Änderung war notwendig geworden, weil sich auf EU-Ebene die Entscheidungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2014 verzögern.

In Thüringen enden 2013 viele der von den Landwirten eingegangen fünfjährigen Kulap-Verpflichtungen zur umweltgerechten Landbewirt­schaftung. Ohne die Verlängerung um ein Jahr hätten zahlreiche Umweltmaßnahmen ohne Anschlussförderung nach den neuen Regeln geendet. Für die Agrarbetriebe hätte dies deutliche finanzielle Einbußen bedeutet, da das Kulap ein zentrales Förderprogramm im Freistaat darstellt. (da)
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