Brexit

Folgen für Agrarhaushalt gering


Die Briten finanzieren 10 Prozent des EU-Gesamthaushalts. Am Agrarhaushalt haben sie aber nur einen Anteil von 5 Prozent. Das liegt am „Britenrabatt“, der für den Fall des Austritts den Schaden vermindert. In Zahlen ausgedrückt, zahlt das Vereinigte Königreich 14 statt 20 Mrd. € in den EU-Agrarhaushalt ein und bekommt 7 Mrd. € am Direktzahlungen und Fördermittel für die 2. Säule heraus. Der Austritt schafft also eine Finanzierungslücke von 7 Mrd. € in der EU. Der Brexit habe dramatische Folgen für den britischen Agrarsektor, aber überschaubare für die GAP, schätzt Luc Vernet vom Farm Europe.

Rund 52 Prozent der Bewohner des Vereinigten Königreichs haben sich für einen Austritt aus der EU ausgesprochen. Die EU muss nun mit den Briten über die Bedingungen des Austritts verhandeln. Dazu haben sie zwei Jahre Zeit. Schwierig werden die Verhandlungen vor allem über den Zugang zum EU-Binnenmarkt. Die EU verknüpft damit eine Freizügigkeit für Arbeitsnehmer, die die Briten eher ablehnen. Erstmals tritt ein Land aus der EU aus. Weil es sich gleich um ein bedeutendes und wirtschaftlich starkes Land handelt, ist die Verunsicherung groß. (Mö)
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