Freihandelsabkomen

Foodwatch kritisiert Desinformation


"Die Chancen des Abkommens werden aufgebauscht, die Risiken geleugnet oder verschwiegen", sagte Foodwatch Geschäftsführer Thilo Bode heute vor der Presse. Anlässlich der Vorstellung seines heute erschienen Buches mit dem Titel "TTIP - Die Freihandelslüge" betonte Bode, dass Freihandel grundsätzlich zu begrüßen sei. Das Problem mit TTIP sei jedoch der weitgehende Abbau nicht-tarifärer Handelsbesschränkungen, die europäische Vorgaben zunehmend in Frage stellen könnten. Bei Abschluss des Abkommens verlöre Europa die Möglichkeit die Globalisierung mitzugestalten, so Bode. 

Deutliche Kritik äußerte Bode am Verlust demokratischer Mitwirkungsmöglichkeiten. Verhandelt würden zwischen der EU Kommission und den USA hinter verschlossenen Türen. Wer die Öffentlichkeit auf diese Weise informiere, dürfe sich über eine zunehmende Skepsis nicht wundern. Als einzige Möglichkeit auf den Prozess einzuwirken empfahl Bode den Bürgern, die Abgeordneten in ihrem Wahlkreis zu Stellungnahmen und Diskussionen aufzufordern. Als größte Verlierer derartiger Abkommen bezeichnete er die Entwicklungsländer. (jst)
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