Einschnitte

Forscher warnen vor geplanter EEG-Reform

64 Wissenschaftler aus 36 unterschiedlichen Forschungseinrichtungen aus dem Sektor der Bioenergie zeigen sich beunruhigt mit Blick auf den jetzt vorliegenden Vorschlag zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie gehen davon, dass durch die geplanten Änderungen zahlreiche vielversprechende Ansätze bereits im Keim erstickt werden.

In den vergangenen Jahren seien in vielen Forschungsvorhaben vielfältige Konzepte und Verfahren zur energetischen Nutzung von biogenen Reststoffen und Abfällen untersucht und erfolgreich demonstriert worden. Bereits heute würden Pilotanlagen für die Nutzung von Landschaftspflegematerial, Stroh, Pferdemist und weiteren bisher ungenutzten Reststoffen laufen. All diese Ansätze würden durch die aktuell geplanten Einschnitte im Sande verlaufen, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Mit den Forschungsprojekten konnten in vielen Segmenten wie Emissionsminderung bei Kleinfeuerungs- und Biogasanlagen, Energieerzeugung aus Reststoffen und der zunehmend wichtigeren Flexibilisierung der Stromerzeugung und neuer Wärmeerzeuger kontinuierlich Verbesserungen erreicht werden. Mit den in der EEG-Novelle geplanten deutlichen Kürzungen sei keine weitere Entwicklung im Bereich der Stromerzeugung aus Biomasse mehr zu erwarten.

Unter anderem sei für den Biogassektor mit den Regelungen für Neuanlagen - abgesehen von sehr vereinzelten kleinen Gülleanlagen - ein wirtschaftlicher Betrieb der verschiedenen Anlagenkonzepte nicht mehr möglich, so der IWR. (Sz)
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