Schweinefleisch

Frankreich will mehr Transparenz


Mit freiwilligen Herkunftsbezeichnungen auf Fleisch in Verarbeitungsprodukten will Frankreich nun gegen den Preisverfall vorgehen. Weil er eine verpflichtende Kennzeichnung in der EU nicht durchsetzen könnte, sollte es jetzt eine nationale und freiwillige Regelung geben, erklärte Agrarminister Stephane Le Foll.

Die Lebensmittelindustrie versperre sich einer Pflicht zur Herkunftskennzeichnung von Verarbeitungserzeugnissen, führte Le Foll aus. Außerdem seien Länder wie Deutschland dagegen, die viel Schweinefleisch produzierten und in andere EU-Mitgliedstaaten ausführten. Bei frischem Schweinefleisch muss dem Verbraucher bereits der EU-Mitgliedstaat der Geburt und Schlachtung mitgeteilt werden.

Den französischen Landwirten rät der Minister, die Private Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch verstärkt zu nutzen. Das könne zur Verminderung des Angebots beitragen, betonte Le Foll. Bisher wurden in Frankreich lediglich 2000 t Schweinefleisch der PLH angedient. (Mö)
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