Drei Tierschützer, die in einen Schweinestall eingedrungen sind und Missstände gefilmt haben, bleiben nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg straffrei. Damit wurde ein Urteil des Amtsgerichts Haldensleben mit Freisprüchen von vor einem Jahr bestätigt und eine Berufung der Staatsanwaltschaft Magdeburg verworfen, berichtet lz.net.

Eingreifen der Bürger sei nötig

Der Vorsitzende Richter am Landgericht, Ulf Majstrak, sagte am Mittwoch, die Angeklagten hätten das Tierwohl zum Ziel gehabt. Dies sei in Gefahr gewesen. "Sie haben genau das getan, was nötig war und was als mildestes Mittel zur Verfügung stand", sagte Majstrak. Wenn staatliche Organe ihre Arbeit nicht so machten, wie es sein sollte, sei das Eingreifen der Bürger nötig.

Die beiden Männer und eine Frau waren im Sommer 2013 in die Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeiendorf in der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt) gegangen, um dort die Haltungsbedingungen zu filmen. In der Anlage mit mehr als 60.000 Tieren waren unter anderem Kastenstände deutlich kleiner als gesetzlich vorgeschrieben. (az)
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