Der Dachverband der EU-Landwirte- und Genossenschaften, Copa-Cogeca, zeigt sich über die wichtigsten Ergebnisse der öffentlichen EU-Konsultation zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), aus denen eine deutliche Unterstützung für eine starke, einfachere und ausreichend finanzierte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) hervorgeht, erfreut. Während einer GAP-Stakeholder-Konferenz in Brüssel betonte EU-Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen, dass es bei der europäischen Landwirtschaft um weit mehr als nur die Produktion von Nahrung gehe. Sie diene auch dem Umweltschutz sowie Wachstum und Beschäftigung. Dafür sollten Bauern und ihre Genossenschaften unterstützt werden, berichtet das AIZ.

Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments, Czeslaw Siekierski, warnte seinerseits vor den niedrigen Einkommen der Landwirte, die nur 40 Prozent der durchschnittlichen EU-Einkommen erreichen, und betonte, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit hierfür zu sensibilisieren. Die estnische Ratspräsidentschaft hob hervor, dass die Erzielung von Fortschritten mit Blick auf die künftige GAP eine Top-Priorität darstelle.

Auch Copa-Präsident Martin Merrild begrüßte das Ergebnis der Befragung: „Es zeigt, dass sowohl die Landwirte als auch die Bürger sich des Bedarfs einer stärkeren, optimierten und einfacheren GAP für die Zukunft bewusst sind, mit der die anstehenden Herausforderungen - Klimawandel, Marktvolatilität und Landflucht - besser bewältigt werden können.“ Das Resultat hebe auch die zunehmende Furcht vor der Entvölkerung ländlicher Gebiete sowie die Notwendigkeit an Innovation, einem Generationswechsel, einer Reduzierung der Anzahl an Inspektionen und Kontrollen zwecks Abbau von Verwaltungslasten, Investitionen sowie besserem Zugang zu Finanzmitteln hervor. Es wurde auch die Frage laut, wie die ökologische und ökonomische Komponente der Herausforderungen besser angegangen werden kann. (az)
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