Forschungsprojekt

Frische Rüben zu Biogas


Mit der Optimierung des Einsatzes frischer Rüben in Biogasanlagen werden sich Wissenschaftler in Nordrhein-Westfalen beschäftigen. Vor allem geht es um die Frage, über welchen Zeitraum hinweg es sinnvoll ist, Biogasanlagen mit diesem frischem Material zu versorgen und wie sich dementsprechend der Gasertrag entwickelt.

Diesen Fragen geht der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV) in seinem neuen Forschungsvorhaben nach. Es baut fachlich auf dem Projekt „Einsatz von Rüben in Biogasanlagen“ auf. Die erste Untersuchung hatte unter anderem die Konkurrenzfähigkeit frischer Rüben gegenüber Mais als Biogassubstrat belegt. Das neue Vorhaben nimmt nun die Umsetzung dieser Erkenntnisse in die landwirtschaftliche Praxis in Angriff. 


Durch die Optimierung des Einsatzes ließen sich im Substratmix 20 bis 30 Prozent an Mais über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten durch Rüben ersetzen, heißt es. „Mit der Rübe könnten die regional sehr hohen Maisanteile an der Ackernutzung in Nordrhein-Westfalen aufgelockert und die guten Fruchtfolgeeigenschaften der Rübe genutzt werden“, erklärt Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. 


Landwirte sind nach Auffassung des RRV am Einsatz frischer Rüben als Biogassubstrat interessiert, weil das Investitionsvolumen geringer ist. Die Laufzeit des Projekts beträgt zwei Jahre. (kbo)
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