Ostdeutschland

Frost verzögert Gülledüngung

Am 31. Januar endete die Sperrfrist für die Ausbringung von Stickstoff- und Phosphatdünger. Betroffen sind neben der Gülle auch Jauche, Gärreste aus Biogasanlagen, Geflügelkot und Mineraldünger. Vielerorts sind aufgrund der kalten Jahreszeit jedoch weiterhin Einschränkungen zu beachten. „Auch wenn die Ausbringung von Dünger rein rechtlich ab dem 1. Februar wieder möglich ist, so lässt der aktuelle Bodenzustand dieses derzeit noch nicht zu“, betont Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Boden nicht aufnahmefähig

Der Boden ist noch flächendeckend gefroren mit einer Frosttiefe zwischen 5 und 20 cm, in erheblichen Teilen des Landes auch schneebedeckt und damit nicht aufnahmefähig. Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes deuten zwar darauf hin, dass die Böden in den kommenden Tagen weiter auftauen, allerdings werden sie dann größtenteils wassergesättigt sein, was die Aufnahmefähigkeit des Bodens ebenfalls beeinträchtigt. „Auf diesen Flächen dürfen daher auch nach Ende der Sperrfrist vorerst keine Düngemittel ausgebracht werden“, so Backhaus.

Düngemittel gezielt ausbringen

Ohnehin seien Düngemittel im Rahmen der guten fachlichen Praxis zeitlich und mengenmäßig so auszubringen, dass die Nährstoffe von den Pflanzen weitestgehend ausgenutzt werden können und Nährstoffverluste sowie Einträge in die Gewässer vermieden werden. Da diese Voraussetzungen in den nächsten Tagen nicht vorliegen werden, rät Backhaus von einer Düngemittelausbringung vorerst ab. (SB)
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