Düngeverordnung

Furcht vor starren Regelungen

Die neue Düngeverordnung (DüVO) wird von Landwirten weiter kritisch gesehen. Es sind vor allem die schlecht beeinflussbaren Bedingungen auf dem Feld mit denen die Betriebe hadern. Dies hat eine Online-Umfrage der DLG unter 87 Landwirten ergeben. Als zukünftige Reibungspunkte zwischen optimaler Pflanzenversorgung und Ordnungsrecht identifizierten die Umfrageteilnehmer vor allem verkürzte Ausbringzeiten mit dem Wegfall der Herbstdüngung, aber auch die Einhaltung von starren Grenzwerten zur Bedarfsermittlung und die eigentlich sehr standortindividuelle aber nun starre Anrechnung der N-Nachlieferung.

Die Landwirte müssten ihren Fokus deshalb nun noch mehr auf eine optimale N-Verfügbarkeit im Boden, Düngertiming und der Vermeidung von Verlusten legen, so die DLG. Die „Hardware“, also Lagerung und Ausbringtechnik, wurden – jedenfalls von den teilnehmenden Betrieben - hingegen eher als unkritisch beurteilt. An der Online-Umfrage hatten 87 Landwirte nahezu aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen, darunter waren sowohl die typischen Ackerbau- wie auch die intensiven Tierhaltungsregionen vertreten. (SB)
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