Agrarminister

G 20 beschließen Antibiotika-Plan

Bis zum Jahr 2020 sollen alle Mitglieder der Gruppe eine nationale Risikoanalyse sowie ein Konzept zum "Phase-out" von antibiotischen Substanzen zur Förderung des Wachstums vorlegen, so Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nach dem gestrigen Treffen. Die Minister einigten sich zudem auf eine Verschreibungspflicht für Antiobiotika. Die Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika drohe die wirtschaftliche Entwicklung der Welt erheblich zu belasten und könne die wirtschaftliche Leistung weltweit zukünftig um bis zu vier Prozent reduzieren, ergänzte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Daher bestehe großer Handlungsbedarf. Die Länder der EU könnten dazu wertvolle Beiträge und Erfahrungen beisteuern.
Die Agrarminister der G 20 verplichten sich zu einem restriktiven Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft.
-- , Foto: BMEL
Die Agrarminister der G 20 verplichten sich zu einem restriktiven Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft.

Als weitere Beschlüsse des Treffens wurde die Notwendigkeit der effizienten Nutzung der wertvollen Wasserressourcen bezeichnet. Dies werde daran deutlich, dass die globale Landwirtschaft bereits derzeit rund 70 Prozent aller Süßwasserressourcen beanspruche. Da im Zuge der weiter wachsenden Weltbevölkerung auch die Produktion von Nahrungsmittel zunehmen müsse, sei der Engpass ganz offensichtlich. Denn auch in anderen Bereichen außerhalb der Landwirtschaft steige der Wasserbedarf stark an.

Dier auf dem Treffen der G 20-Länder in Berlin beschlossenen Maßnahmen sollen in das Gipfeltreffen der Regierungschefs im Juli 2017 in Hamburg eingebracht werden. Im Dezember 2016 hat Deutschland für 12 Monate den Vorsitz in der G 20-Gruppe übernommen. Im Anschluss daran wird Argentinien folgen. (jst)
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