Amtliche Kontrollen

GVO-Spuren im Saatgut selten

Im Analysejahr 2014/15 (Oktober/September) haben die amtlichen Untersuchungsstellen der Bundesländer insgesamt 857 Saatgut-Untersuchungen von zehn verschiedenen Kulturpflanzenarten durchgeführt. Am stärksten beprobt wurden Mais mit 53 Prozent der Proben und Raps (37 Prozent), ermittelte die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik. Im Analysejahr 2015 gab es unter allen untersuchten Saatgutpartien sechs Positivfunde bei Mais und einen bei einer Sojapartie. Der Anteil GVO-positiver Proben lag bei Mais mit 1,4 Prozent unter dem Wert der Vorjahre.

Die Saatgutüberwachung in Deutschland liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Die Ergebnisse der amtlichen Untersuchungen von Saatgut werden regelmäßig von den Bundesländern im Internet veröffentlicht. In der EU gibt es derzeit nur gentechnisch veränderte Sorten einer einzigen zum Anbau zugelassenen Mais-Pflanzenlinie MON810, für die jedoch in Deutschland seit 2009 ein nationales Anbauverbot gilt. (SB)
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