Die Gesellschaft soll bei Stallbauten mehr mitreden dürfen, fordert Gabriel.
-- , Foto: jst
Die Gesellschaft soll bei Stallbauten mehr mitreden dürfen, fordert Gabriel.

Die Gesellschaft habe sich gewandelt, sagte der Bundeswirtschaftsminister gestern in Berlin. Anlässlich eines Pressetermins bei dem Start-Up Unternehmen trecker.com nahm Gabriel auch Stellung zu Fragen der Tierhaltung.  Grundsätzlich  stehe er der konventionellen Tierhaltung sehr offen gegenüber. Die konventionelle Landwirtschaft leiste „einen guten Job", sagte er gegenüber agrarzeitung.de. Sie liefere qualitativ hochwertige Lebensmittel zu angemessenen Preisen. Sich selbst bezeichnete er mit einer Prise Ironie als „letzten lebenden politischen Vertreter für die Interessen der Veredelungswirtschaft". Die Unterscheidung zwischen ökologischer und traditioneller Landwirtschaft liege ihm fern.

Dennoch müsse der Gesellschaft bei  Genehmigungsverfahren für Stallbauten ein Mitspracherecht eingeräumt werden, so Gabriel. Daher unterstütze er seine Parteikollegin und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei ihrer Forderung für Änderungen im Baurecht. Ihr Vorgehen richte sich nicht gegen die Betreiber von Stallanlagen und Neubauten. Vielmehr versuche die Ministerin einen Weg des Ausgleichs der Interessen von Erzeugern und Anwohnern in Kommunen aufzuzeigen. (jst)
stats