In Belgien, Frankreich und Italien gibt es neue Infektionen. Auch naht der Herbst – mit günstigeren Bedingungen für den Erreger. So sei laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Virus Anfang Juli in Geflügelhaltungen in Belgien und Frankreich und seit Mitte Juli in 13 Beständen in Norditalien aufgetreten, berichtet LZ-net.

Aufgrund der letzten Fälle in Europa sei davon auszugehen, dass das Virus nach wie vor in der Umwelt vorkomme, so das FLI. Durch die wärmeren Temperaturen und die stärkere UV-Strahlung im Sommer würden die Viren in der Umwelt schneller inaktiviert. Das Einschleppungsrisiko in Gebieten mit Wildvogel-Nachweisen werde daher nicht mehr als hoch, sondern als mäßig eingestuft.

Begünstigende Faktoren für ein Aufflammen könnten nach Einschätzung des FLI die in den kommenden Monaten niedrigeren Temperaturen und die geringere UV-Strahlung sein. Unter diesen Bedingungen könne der Erreger länger in der Umwelt überleben. Auch die Zugvogel-Aktivitäten nehmen im Herbst wieder zu, sodass der Erreger wieder schneller aus anderen Regionen nach Mitteleuropa getragen werden könnte. 

Zuletzt war in Deutschland am 9. Mai ein Kleintierbestand mit Hühnern im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) positiv getestet worden. Dort wurde ebenfalls ein infizierter Bussard entdeckt. (az)
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