Niedersachsen

Geflügelpest breitet sich aus

In Niedersachsen wurden um die betroffenen Betriebe Sperr- und Beobachtungsgebiete eingerichtet.
-- , Foto: Steffen Bach
In Niedersachsen wurden um die betroffenen Betriebe Sperr- und Beobachtungsgebiete eingerichtet.

Nachdem bereits an den Weihnachtsfeiertagen neue Geflügelpestfälle bekannt geworden waren, melden die Niedersächsischen Behörden am Dienstag einen weiteren Ausbruch in einem Betrieb mit 22.300 Puten in Hude (Landkreis Oldenburg). Die Tiere sollen noch heute getötet werden, teilte das Landratsamt mit.

Der Landkreis Oldenburg hat für das Gebiet der Gemeinde Hude für 72 Stunden ein Stand-Still angeordnet, der seit Dienstagmittag, 12 Uhr gilt. Dort befinden sich 112 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 450.000 Stück Geflügel. In dieser Zone ist jegliches Verbringen von Geflügel, Geflügelprodukten oder tierischen Nebenprodukten von Geflügel verboten. Die Bestände im Radius von einem Kilometer um den Betrieb werden nun ebenfalls auf das Vogelgrippevirus hin beprobt.

An den Weihnachtstagen mussten bereits zehntausende Puten getötet werden. Die Tierseuche war in einem Mastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ausgebrochen. Dort wurden 14.000 Puten getötet. Außerdem wurden 7.200 Puten in einem angrenzenden Betrieb gekeult. In einem Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb werden rund eine Million Stück Geflügel gehalten.

Kurz zuvor war die Geflügelpest in einem Betrieb mit 10.000 Puten in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) aufgetreten. Diese Tiere und weitere 24.000 Tiere in zwei Betriebe im Landkreis Vechta wurden am Wochenende getötet. Grund für die Keulung der Bestände im Landkreis Vechta seien die engen Beziehungen zwischen den Betrieben gewesen, teilten die Veterinärbehörden mit. So sei ein Mitarbeiter an allen drei Standorten beschäftigt gewesen.

Bei Kontrollen von Geflügelbetrieben in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gab es am Dienstag keine neuen Nachweise des Geflügelpestvirus N5N8. (SB)
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