Mecklenburg-Vorpommern

Geflügelpest in Kleinstbetrieb

Mecklenburg-Vorpommern ist erneut von einem Geflügelpest-Ausbruch betroffen. Die Tierseuche ist in der Nähe von Rostock in einer kleinen privaten Haltung mit 46 Tieren (30 Hühner, 11 Enten und 5 Gänsen) ausgebrochen, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. Bis Mittwoch waren bereits 28 Tiere verendet. Die verbliebenen Vögel wurden noch am selben Tag getötet. Nach Probenentnahmen konnten im Labor Viren des Subtyps H5N8 nachgewiesen werden.

Auch bei Wildvögeln sind weitere Geflügelpestfälle aufgetreten. Zwei Nachweise des hochpathogenen Virustyps H5N8 stammen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. In Dömitz wurde ein verendeter Graureiher gefunden, in Boizenburg ein toter Singschwan. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist ein Seeadler aus der Feldberger Seenlandschaft positiv auf das Virus getestet worden, im Landkreis Vorpommern-Rügen eine Silbermöwe aus Ribnitz-Damgarten. Damit wurde im Nordosten bereits bei 87 Wildvögeln das Virus festgestellt.

Bundesweit habe sich die Zahl der Fallmeldungen im Wildvogelbereich auf 854 erhöht. Allein von gestern und heute seien weiter 17 Fälle hinzugekommen, teilt das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit. Außerdem gebe es 28 Verdachtsfälle, die noch auf ihre Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut warten. Landwirtschaftsminister Till Backhaus kritisiert deshalb die von einigen Bundesländern beschlossene Lockerung der Stallpflicht. (SB)
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