Norddeutschland

Geflügelpest in Putenbestand

Nach mehreren Fällen bei Wildvögeln sind in Schleswig-Holstein nun auch in einem Nutztierbestand Tiere an der Geflügelpest verstorben. In einem Putenbetrieb im östlichen Landesteil wurden Vögel positiv auf Influenza A Viren des Subtyps H5 getestet, teilt das Landwirtschaftsministerium in Kiel mit. Eine endgültige Feststellung der Geflügelpest durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) stehe aber noch aus.

In den niedersächsischen Geflügelhochburgen haben die Behörden auf die wachsende Bedrohung reagiert und eine sofortige Stallpflicht angeordnet. Sie gilt für Betriebe in den Kreisen Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Vechta und Grafschaft Bentheim. Das westliche Niedersachsen ist nicht nur die wichtigste Region Deutschlands in der Geflügelhaltung, sondern auch ein Durchzug- und Rastgebiet für Wildvögel.

„Es ist zu befürchten, dass es zu einer Einschleppung in die Nutztierbestände kommt, da es sich um einen hochansteckenden Erreger-Typus handelt“, sagte Reinhard Winter (CDU), Landrat des Landkreises Emsland, am Donnerstag. In Niedersachsen gibt es in diesem Herbst noch keinen Fall bei Wild- oder Nutzgeflügel. Agrarminister Christian Meyer (Grüne) appellierte jedoch an die Geflügelhalter, besonders aufmerksam zu sein. (SB)
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