Niedersachsen

Geflügelpest nicht zu stoppen

Geflügelpest erschwert EU-Exporte
Die Auslandsbüros des US-Agrarministeriums (USDA) erwarten, dass die Europäische Union wegen der Geflügelpest in diesem Jahr 105.000 t Hähnchenfleisch weniger exportieren wird. Der Rückgang von 8,9 Prozent gegenüber 2016 resultiert unter anderem aus Exportbechränkungen für wichtige Absatzmärkte wie die Philippinen und Südafrika. Die Hähnchenfleischproduktion in der EU wird nach Ansicht der USDA-Experten ungeachtet der Geflügelpest-Probleme um 1 Prozent auf 11,5 Mio. t steigen. 2016 wurde noch ein Zuwachs von 4 Prozent erreicht. (SB)
In einem Betrieb Garrel (Landkreis Cloppenburg) mussten zu Beginn der Woche 15.000 Putenhähnen gekeult werden, weil in dem Bestand die Geflügelpest ausgebrochen war. Nach Angaben des Landkreises handelte es sich um den Erreger H5N8. Um den Seuchenbestand wurde ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Im Sperrbezirk befinden sich 66 Geflügel haltende Betriebe mit rund 570.000 Tieren. Im Beobachtungsgebieten sind 346 Betriebe mit rund 4.500.000 Tieren betroffen. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung der Geflügelpest genehmigt der Landkreis derzeit keine Wiedereinstallung von Puten und Enten in den Restriktionszonen.

In Süd- und Ostdeutschland wird das Geflügelpest-Risiko als nicht mehr so groß angesehen. In Baden-Württemberg wurden die Gebiete mit Stallpflicht weiter verkleinert. Auch in Sachsen-Anhalt wird die Stallpflicht gelockert. Im Landkreis Salzlandkreis wird sie teilweise, im Landkreis Harz komplett aufgehoben. Hier seien seit einigen Wochen keine Verdachtsfälle mehr in Hausgeflügelbeständen aufgetreten, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Außerdem gab es seit längerer Zeit keine Nachweise des hochpathogenen Erregers H5N8 bei Wildvögeln. (SB)
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