Stephanie Franck Vorsitzende des BDP
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Stephanie Franck Vorsitzende des BDP

„Der Zugang zu genetischen Ressourcen ist von elementarer Bedeutung für uns", sagte die neue Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), Stephanie Franck, heute bei der offizielle Festveranstaltung anlässlich des Vorsitzendenwechsels im BDP in Berlin. Deshalb stimme der BDP für ein Patentverbot für konventionell gezüchtete Pflanzen und ihre Produkte im deutschen Patentrecht.

Für die BDP-Vorsitzende ist die deutsche Regelung jedoch nur ein erster Schritt. „Wir brauchen das nationale Recht, dürfen uns aber darauf nicht ausruhen", sagte Franck weiter. Wichtig sei, dass die EU nachziehe und auch in der EU-Biopatentrichtlinie ein entsprechender Schutz für die Züchter eingebaut werde. Für technische Innovationen soll es laut Franck jedoch eine Patentierung geben dürfen.

Agrarministerin Ilse Aigner sicherte bei der offiziellen Einführung von Franck als BDP-Vorsitzende zu: „Der Zugang zu genetischen Ressourcen muss offen bleiben für alle". Für Aigner darf es daher „keine Patentierung von gezüchteten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen" geben.

Ende Juni entscheidet der Deutsche Bundestag über eine Erneuerung des deutschen Patentrechts. Noch gibt es in der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP keine Einigkeit darüber, ob es ein Patentverbot für herkömmlich gezüchtete Pflanzen und ihre Nachkommen im deutschen Recht braucht. In dieser Woche gibt es daher zu dem Thema noch eine Anhörung von Experten im Bundestag. (sta)

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