Aus Sicherheitsgründen gebe es keinen Grund, Futtermittel mit einer bestimmten Herkunft anders zu behandeln als heimisches Futter, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Zweifel kamen auf, nachdem Futtermittel aus Serbien Anfang des Jahres mit Aflatoxin belastet waren und in der Folge zahlreiche Betriebe geschlossen wurden.

Staatssekretär Gerd Müller betonte, dass für einheimische und importierte Futtermittel die gleichen Anforderungen gälten. Importfuttermittel aus den EU-Staaten müssen die geltenden Anforderungen aus Brüssel erfüllen. Bestünde zwischen der EU und dem Ausfuhrland ein besonderes Abkommen, müssten die Futtermittel den darin enthaltenen Vorgaben entsprechen.

Der Staatssekretär weist laut Agra Europe darauf hin, dass auch regional erzeugte und verarbeitete oder auch betriebseigene Futtermittel Risiken aus der Umwelt, der landwirtschaftlichen Produktion und der Verarbeitung darstellen können. Daher bestünde auch im Hinblick auf die Futtermittelsicherheit kein grundlegender Unterschied zwischen diesen und Importfuttermitteln, heißt es in der Antwort.

Im Jahr 2012 wurden aus Drittländern rund 3,7 Mio. t Futtermittel nach Deutschland eingeführt. Der größte Anteil entfiel mit rund 2,5 Mio. t auf Sojaschrot. Die Einfuhren aus den acht größten Herkunftsländern betrugen allein rund 3,4 Mio. t Futtermittel. Mit deutlichem Abstand an der Spitze rangierte dabei Brasilien mit knapp 1,9 Mio. t, gefolgt von Argentinien mit 664.000 t und Indonesien mit 309.000 t. (hed)
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