Sachsen Anhalt

Geld für Bauern muss schneller fließen

Nach einem ersten Gespräch im Februar kamen die Landnutzerverbände und Vertreter der Agrarverbände erneut in die Staatskanzlei in Magdeburg. Unter den Beteiligten waren die grüne Agrarministerin Claudia Dalbert, Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) und weitere Staatssekretäre aus den Ministerien. Allein daran ist erkennbar, welch große Bedeutung Haseloff der Zukunft des ländlichen Raums zumisst.

Agrar als wichtiger Wirtschaftssektor

Nach der ersten Prüfphase wollen der Ministerpräsident und Ministerin Dalbert nun konkrete Schritte und Maßnahmen einleiten. Daran hat auch der Bauernverband großes Interesse. Ob Kastenstandsurteil in der Sauenhaltung, ländlicher Wegebau, Breitbandausbau und Digitalisierung oder Clusterbildung mit nachwachsenden Rohstoffen: es ist eine klare und fokussierte Anstrengung der Landesregierung notwendig, damit wir vorankommen, teilt Bauernpräsident Olaf Feuerborn mit.

Immerhin stelle die Landwirtschaft den zweitstärksten Wirtschaftszweig in Sachsen-Anhalt dar. Gerade die strukturschwachen Regionen benötigten eine klare, politisch unterstützte Zukunftsperspektive. Gegenwärtig stockten viel zu viele Investitionen, da seitens der Verwaltung Steine in den Weg gelegt würden. Der Abruf von Fördergelder laufe nur langsam.

Ländlicher Raum mehr als Chefsache

Haseloff hat nun angekündigt, dass der ländliche Raum nicht mehr nur Chefsache ist, sondern dass sich das Kabinett insgesamt mit dem Thema befassen muss. „Die Landnutzerverbände werden die weitere Entwicklung kritisch und konstruktiv weiterverfolgen und erwarten, dass den gemeinsamen Worten gemeinsame Taten folgen“, sagte dazu Feuerborn. Zwischen den Landnutzerverbänden und dem Ministerpräsidenten wurde festgehalten, dass es im Herbst 2017 eine größere Konferenz zum ländlichen Raum geben wird. (da)
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