EU-Agrarministerrat

Geld gegen die Milch


Das Hilfspaket besteht wahrscheinlich aus zwei Teilen. Zunächst soll es direkte Anreize für die Milcherzeuger geben. Für weniger abgelieferte Mengen soll es ein paar Cent je Kilogramm aus dem EU-Agrarhaushalt geben. Die Maßnahme bleibt ein freiwilliges Angebot an die Erzeuger. Vorschriften zur Drosselung des Milchangebots, wie von einigen EU-Mitgliedstaten gefordert, lehnt die EU-Kommission dagegen ab. 


Zum anderen sollen die EU-Mitgliedstaaten erneut Mittel für nationale Programme bekommen. Allerdings sind auch diese Liquiditätshilfen an die Bedingung gekoppelt, dass die Erzeuger ihre Milchmenge nicht erhöhen. 


Für beide Teile des neuen Hilfspakets ist eine Summe von 300 Mio. € im Gespräch. Zwar bleibt im EU-Agrarhaushalt 2016 noch mehr übrig, aber EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgieva möchte verbleibende Mittel lieber für Flüchtlinge als für die Landwirte ausgeben. 


Weiterhin wird die EU-Kommission auf dem Rat ihre Vereinfachungen für das Greening der GAP vorstellen und die Minister über laufende Handelsgespräche informieren. Die Slowakische EU-Ratspräsidentschaft wird auf ihrem ersten Agrarrat ihr Programm vorstellen und von einer Konferenz in Bratislava zur Position des Landwirts in der Vermarktungskette berichten. (Mö)  
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