Schulterschluss

Gemeinsame Initiative für Sortenvielfalt


Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) haben gemeinsam die Initiative „Varieties for Diversity“ („Sorten für Vielfalt“) gestartet. Erstmals wird damit pflanzengenetisches Material deutscher Züchter in den Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITPGR) eingebracht, teilte das BMELV am Freitag in Berlin mit. Mit der Initiative würden erstmals geschützte Sorten deutscher Züchter in den Vertrag mit eingebracht.

Mit der Initiative unterstrichen BMELV, BLE und BDP die Bedeutung des Züchterprivilegs, so das Ministerium weiter. Das Projekt gewährleiste, dass jeder Züchter alle am Markt befindlichen Sorten zur Weiterzüchtung verwenden darf und damit auf den Leistungen anderer Züchter aufbauen kann.

Eines der Hauptziele des Internationalen Vertrags ITPGR ist es, den globalen Austausch genetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft zu erleichtern, um Nutzpflanzen mit Blick auf die jeweiligen regionalen Bedingungen weiterentwickeln zu können. Das Abkommen ist 2004 in Kraft getreten und hat bis heute 130 Vertragsstaaten. Alle Sorten in diesem System sind für Forschung, Züchtung und Ausbildung weltweit über eine standardisierte Vereinbarung zur Materialübertragung zugänglich.

Die von den Züchtern bereitgestellten Pflanzensorten sind über das bei der BLE betriebene Nationale Inventar pflanzengenetischer Ressourcen in Deutschland weltweit abrufbar. (pio)
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