Milchmarkt

Gemeinsame Vermarktung gewünscht

Schriftliche Verträge können EU-Mitgliedstaaten zur Pflicht machen, seitdem am 3. Oktober 2012 das „Milchpaket" in Kraft trat. Dadurch sollen vor allem die Erzeuger in osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten besser gestellt werden. Zudem wird im Milchpaket ein Zusammenschluss zu Erzeugergemeinschaften oder Genossenschaften empfohlen. Erste Erfolge meldet die EU-Kommission, vier Jahre nachdem die Elemente des Milchpakets in die EU-Marktordnung eingebunden wurden. Einen hohen Organisationsgrad der Milcherzeuger hebt die EU-Kommission in Deutschland, Frankreich und Tschechien hervor. Nach einer Umfrage in den EU-Mitgliedstaaten sorgen die Zusammenschlüsse zu 60 Prozent für bessere oder zumindest für stabilere Preise. Dennoch sei viel zu tun, hält die EU-Kommission in ihrer Bilanz fest. Milcherzeuger sollten besser informiert werden und die Förderung der gemeinsamen Vermarktungseinrichtungen sollte ausgebaut werden. Die EU-Kommission schlägt vor, wegen der langsamen Entwicklung die Gültigkeit des „Milchpakets" über 2020 hinaus zu verlängern. (Mö)
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