Valentinstag

Gemüse statt Blumen


Am Samstag, 14. Februar, sollen Konsumenten nicht im Supermarkt oder Discounter einkaufen, sondern beim Bauern. Und noch wichtiger: Mit dem Landwirt sprechen. „Nehmt eure Kinder, Freunde, Bekannte, Verwandte an die Hand und fahrt zum nächsten Hofladen. Und, ganz wichtig: Ihr fragt dem Bauern ein Loch in den Bauch. Was er macht, wie er es macht und wie er sein Image in der Öffentlichkeit einschätzt", so lautet die Aufforderung eines rheinischen Landwirts, der als „Bauer Willi"  in den vergangenen zwei Wochen vor allem im Internet für enorme Aufregung gesorgt hat.

In seinem Brief „Lieber Verbraucher" empörte er sich vor zwei Wochen über dessen scheinheiliges Einkaufsverhalten  „Du, lieber Verbraucher, willst doch nur noch eines: billig" ... „Schon mal was von Wirsing gehört, oder Weißkohl? Nein, Artischockenherzen müssen es sein." 

Im Unterschied zu vorherigen Apellen aus der Landwirtschaftsbranche sind im Fall von Bauer Willi viele Publikumsmedien - von Stern über Rheinische Post bis zu Antenne Bayern und Deutschlandradio - aufgesprungen und haben berichtet. Das führte zu einer enormen Beachtung. Willi selber spricht von über 240.000 Zugriffen auf die Internet-Seite und rund 3 Mio. Postings auf Facebook, Twitter oder WhatsApp.

Mit dieser Aufmerksamkeit im Rücken hat er nun seine Valentinsaktion ins Leben gerufen. Der Verbraucher soll seine Macht zeigen und möglichst nah an der Primärproduktion einkaufen - im Hofladen, beim Metzger oder Bäcker. Im Netz können Beteiligte anschließend schreiben, wie das Valentins-Date war. (kbo)
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