Helmholtz Zentrum

Genomsequenz des Emmers entschlüsselt

Wilder Emmer (Triticum dicoccum) ist die Ursprungsart fast aller Kulturweizensorten und eine der ältesten Kulturpflanzen in der Welt. Wegen seiner brüchigen Ähren hat er in der Landwirtschaft derzeit kaum Bedeutung, jedoch weist er einzelne Merkmale auf, die für die Züchtung verbesserter Weizensorten von großem Interesse sind.

Unter Federführung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München ist es einem internationalen Team gelungen das gesamte Genom des Emmers zu entschlüsseln, das drei Mal größer ist als das Humangenom. „Die Kenntnis des Genoms wird zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur globalen Ernährungssicherung leisten können“, sagt Dr. Klaus Mayer vom Helmholtz Zentrum. Ein Vorteil wären resistentere Sorten auf Basis genetischer Elemente des Emmers. Hinzu komme, dass nun sowohl Einblicke in die über zehntausendjährige Domestikationsgeschichte des Weizens als auch eine gezielte, verbesserte Züchtung gegen Stressresistenzen und auf erhöhten Ertrag möglich ist. (SB)
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