Nominierung

Genossen wollen UNESCO-Kulturerbe werden

Die Genossenschaftsgründer als Hauptdarsteller auf Facebook
-- , Foto: RWGV
Die Genossenschaftsgründer als Hauptdarsteller auf Facebook

Die Genossenschaftsidee ist der erste Beitrag, mit dem sich Deutschland bei der UNESCO um einen Platz auf der Liste "Immaterielle Kulturerbe der Menschheit" bewirbt. Das hat heute die in Berlin tagende Kultusministerkonferenz beschlossen.

Gleichzeitig mit der Nominierung wurden die Gedanken der beiden genossenschaftlichen Gründerväter Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch in das deutsche Verzeichnis immaterieller Kulturgüter aufgenommen. In dem neu angelegten Verzeichnis finden sich auch zwei Dutzend andere deutsche Traditionen wie das Chorsingen, der Rheinische Karneval und die Brotkultur.

Mit dem Beschluss werde dokumentiert, wie wichtig und wertvoll die Ideale der beiden großen Sozialreformer für unser heutiges Zusammenleben und -wirtschaften seien, freute sich Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV): „Damit ist von höchster Stelle bestätigt, dass die Genossenschaftsidee zu Deutschland gehört wie der Rheinische Karneval und das reichhaltige Brotangebot."

Um Genossenschaften bekannter zu machen, hat der Verband die Herren Raiffeisen und Schulze-Delitzsch als Handpuppen wiederauferstehen lassen. Die Abenteuer der beiden können auf der Facebook-Seite „Genossenschaften sind Regionalhelden" verfolgt werden. (kbo)
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