Bundesamt für Verbraucherschutz

Gentechnik-Raps vernichtet

Eine französische Firma hatte das betroffene Saatgut in mehrere EU-Länder geliefert, darunter auch nach Deutschland, teilte heute das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. In Deutschland wurde der Raps offenbar auf insgesamt 48 Parzellen mit jeweils rund 10 m², die sich auf zehn Standorte in acht Bundesländern verteilen, ausgebracht.

GV-Raps aus Übersee
Der nachgewiesene GV-Raps (OXY-235) ist in der EU nicht für den Anbau oder als Lebensmittel und Futtermittel zugelassen. Laut Auskunft des Biosafety Clearing-House (BCH) ist OXY-235 in mehreren Staaten als Lebensmittel (Australien, Japan, Neuseeland, USA) oder Futtermittel (Kanada, Japan, USA) oder auch zum Anbau (Kanada, Japan) zugelassen.
„Es handelt sich hierbei um züchterische Arbeiten im kleinen Maßstab im Zuge der Vorprüfung und Sortenentwicklung“, erklärte das BVL. Ein Anbau von Raps im landwirtschaftlichen Sinne für die Lebensmittel- oder Futtermittelerzeugung oder als nachwachsender Rohstoff habe nicht stattgefunden.

Die betroffenen Bundesländer seien seit dem 28. Oktober 2015 über den Vorgang informiert, so das BVL. Nach Kenntnis des Bundesamtes haben die zuständigen Landesbehörden daraufhin sofort Maßnahmen veranlasst, die Rapspflanzen auf den betroffenen Parzellen zu zerstören. Weitere Kontrollmaßnahmen sollen gewährleisten, dass auch nachfolgend kein GV-Raps auf den Parzellen zur Blüte gelangt. Nach Abschluss der Maßnahmen informieren die Bundesländer das BVL, das dann der EU-Kommission und den anderen betroffenen EU-Mitgliedstaaten hierüber berichtet. (SB)
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