Netzwerk

Gentechnik durch die Hintertür verhindern

Die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Beatrix Tappeser (Bündnis 90/Die Grünen), ist die neue Vorsitzende des Netzwerkes.  „Mich dafür einzusetzen, dass Landwirte auch zukünftig ohne Gentechnik wirtschaften können, ist mir sehr wichtig und zukunftsentscheidend für eine bäuerlich geprägte, regional aufgestellte Landwirtschaft in Europa", sagte Tappeser im Vorfeld der heutigen Veranstaltung.

Grenzüberschreitend
Das Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen ist ein Zusammenschluss von 64 Regionen aus neun europäischen Staaten. Sie wollen den gentechnikfreien Anbau auf ihrem Gebiet sicher stellen.

Ganz oben auf der Tagesordnung der künftigen Präsidentschaft stehe die Auseinandersetzung mit den neuen Züchtungstechniken. Die neuen Techniken wie das sehr bekannte Crisp/Cas greifen ins Erbgut ein. Der Eingriff lässt sich mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisen. Würden die damit erzeugten Pflanzen nicht als Gentechnik eingestuft, dürften sie ohne jede Zulassung und Kennzeichnung angebaut und auf den Markt gebracht werden, so Tappeser. Sie will sich als Vorsitzende des Netzwerks dafür einsetzen, dass die regionale Landwirtschaft gestärkt wird und es Gentechnik ohne Regulierung auch zukünftig nicht geben wird. (mrs)

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