Den Eindruck die große Koalition wolle das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zerschlagen, könne er nicht bestätigen, sagte der CDU-Agrarsprecher Franz-Josef Holzenkamp gegenüber agrarzeitung.de. „Wir wollen das Ministerium stärken sowohl bei Landwirtschaft und Ernährung wie auch beim Verbraucherschutz", so Holzenkamp weiter.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU, Julia Klöckner, machte sich in den Koalitionsverhandlungen dafür stark, dem künftigen Verbraucherschutzminister einen Bundesbeauftragten für Verbraucherschutz zur Seite stellen. Dieser soll dazu beitragen, dass die über die Lebensmittelsicherheit hinaus gehenden Aspekte des Verbraucherschutzes, etwa der Datenschutz, besser aufgegriffen werden können.

In der SPD gibt es dazu keine einheitliche Linie. Nach Informationen von agrarzeitung.de gibt es sowohl Stimmen, die eine Trennung von Verbraucherschutz- und Agrarpolitik befürworten, als auch solche, die die Bereiche weiter vereint sehen wollen. Die öffentliche Formulierung des SPD-Arbeitsgruppenleiters Ulrich Kelber lautet: Das zuständige Ministerium solle gestärkt werden und nicht mehr am Katzentisch sitzen.

Medienagenturen spekulieren in Berlin bereits darüber, dass der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, für den Posten des Verbraucherschutzministers gehandelt wird. Immerhin hatte Dobrindt selbst auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin Ende Juni 2013 angekündigt, dass die CSU gern wieder den Zugriff auf das BMELV haben würde. (sta)
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