ISN

Gesetze „beißen“ sich

Um die Sauen haltenden Betriebe in Deutschland sorgt sich der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Heinrich Dierkes. „Magdeburger Urteil hin oder her, leistbare Übergangsphasen und gute Stallkonzepte müssen her. Sonst werden speziell die Sauen-haltenden Betriebe in Deutschland schlicht weggeputzt und unsere Kollegen in den anderen EU-Staaten reiben sich die Hände“, erklärte er am Dienstag vor rund 400 Besuchern auf der ISN-Mitgliederversammlung in Münster. Das wollten auch in der Politik die wenigsten. Heutige gesetzliche Vorgaben würden sich je nach Fachrichtung „beißen“. Die Regelungen bei der Sauenhaltung seien dafür nur ein Beispiel, erklärt Dierkes. 

Aber auch Positives hatte der Vorsitzende, der bei den Neuwahlen in seinem Amt bestätigt wurde, zu berichten. So sei die nationale Nutztierstrategie eine begrüßenswerte Entwicklung. Wenn ich als Gesellschaft immer höhere Anforderungen für das Tierwohl, an die Betriebsstruktur und an die Umwelt stelle, dann bräuchten wir auch eine Übereinkunft, wie die Gesellschaft dies finanzieren wolle. Diese Strategie müsse aber mit der Landwirtschaft zusammen erarbeitet werden, erklärt Dierkes.

Auch die eingeladenen Schlachtunternehmen waren positiv gestimmt. Der Markt ist robust, erklärten die Vertreter der Unternehmen Vion, Westfleisch und Tönnies. Es gebe keine Anzeichen für Preisbrüche. (kbo)

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