Zentrales Thema der von heute bis zum Freitag dauernden Reise, welche die Delegation nach San Francisco und in die Hauptstadt Washington führen wird, ist die Bioökonomie. Das Konzept einer ganzheitlichen Bioökonomie könne zur Lösung von zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts beitragen, etwa der ausreichenden Ernährung einer rasant wachsenden Weltbevölkerung, des Klimawandels oder der Endlichkeit fossiler Ressourcen, so Bleser vor seiner Abreise.

Er wolle sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung in den USA verschaffen, die bereits jetzt die führende Nation auf dem Feld der Bioökonomie und Biotechnologie sind. Zu diesem Zweck werde die Gruppe zunächst im Raum San Francisco verschiedene Unternehmen bzw. Forschungsinstitute besichtigen und dann in Washington Gespräche zur politischen Umsetzung nationaler Bioökonomiestrategien führen.

Auf der weiteren Agenda des Dialogs in der Bundeshauptstadt stehen die US-Exportperspektiven deutscher Milchunternehmen sowie das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. „Wir sind uns der großen Chancen bewusst, die TTIP gerade auch für den Verkauf europäischer Agrarerzeugnisse und Nahrungsmittel in den Vereinigten Staaten bietet“, betonte Bleser. Das europäische Schutzniveau im Lebensmittel- und Verbraucherbereich sowie auch die Regelungshoheit des Gesetzgebers seien Belange von ganz zentraler Bedeutung, fügte der Staatssekretär hinzu. Gleichzeitig gab Bleser an, die Reise nutzen zu wollen, um sich über amerikanische Befindlichkeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Abkommen zu informieren. (az)
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