Umweltministerkonferenz

Gewässer brauchen mehr Schutz

Die UN-Klimakonferenz in Paris vom 30. November bis 11. Dezember 2015 soll nach dem Willen der französischen Regierung wie geplant stattfinden. Oppositionsführer Nikolas Sarkosy drängt darauf, die Konferenz mit erwarteten 40.000 Teilnehmern wegen der Terrorangriffe am Wochenende in Paris abzusagen. Auf der am Wochenende zu Ende gegangenen Herbstkonferenz bekräftigten die Umweltminister von Bund und Länder ihre Absicht, an den deutschen ambitionierten Klimazielen festzuhalten. Sie rechnen auf dem Klimagipfel in Paris mit schwierigen Verhandlungen über ein neues Klimaabkommen.  


Die Minister haben sich vergangene Woche auf den Grundwasserschutz als nationale Aufgabe geeinigt. Besonders im Blick haben die Umweltminister der Länder die Senkung der Nitrat- und Sulfatbelastung im Grundwasser. Aber auch Rückstände von Pflanzenschutzmittel- und Arzneimittel im Grundwasser forderten zum gemeinsamen Handeln auf, heißt es in der Abschlusserklärng. Alle Beteiligten von der Landwirtschaft über Verkehr und Energie bis hin zum Verbraucher stünden in der Verantwortung, beispielsweise die Stickstoffeinträge zu senken. „Außerdem haben wir den Bund nochmals eindringlich aufgefordert, nun endlich die Novellierung der Düngeverordnung zum Abschluss zu bringen. Wir brauchen für die ambitionierten Ziele der Stickstoffminderung dringend den entsprechend angepassten rechtlichen Handlungsrahmen“, erklärte Till Backhaus, Umwelt- und Agrarminister in Mecklenburg-Vorpommern. Die Düngeverordnung befindet sich immer noch in der Ressortabstimmung der zuständigen Bundesministerien. Bis zur praktischen Umsetzung könnte es nach derzeitigem Stand Herbst 2016 werden. (da)
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