Tierschutz

Goldmann gegen Hunde im Bundestag

"Hunde gehören nicht in den Bundestag", meint der Vorsitzende des Ausschusses für Enährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ELV), Hans-Michel Goldmann (FDP). Die Idee des Tierschutzbundes, Hunde in die Bundestagsbüros mitzunehmen, halte er für "nicht brilliant". Unzweifelhaft seien Tiere als Begelitung in der Freizeit eine Bereicherung, so Goldmann. Mit seiner Initiative sorge der Tierschutzbund nicht für mehr Tierschutz, sondern für mehr Chaos in den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages.

Der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Heinz Paula, vertritt dagegen die Ansicht, dass mit der Initiative auch die Belange des Tierschutzes erhöht würden. Auch 15 andere Parlamentarier von SPD und Bündnis 90/Die Grünen hätten sich nach Medienberichten an den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert gewandt, weil sie ihre Hunde künftig mit in ihr Büro bringen wollen.

Im Rahmen seiner jährlichen Aktion "Kollege Hund" hatte der DTB in dieser Woche vor dem Bundestag dafür geworben, Mitarbeitern in Unternehmen zu gestatten, ihre Hunde mit in die Büros zu nehmen. Dabei müsse jedoch sichergestellt sein, dass die Bedürfnisse der Tiere erfüllt würden, so der Tierschutzbund. (jst)
stats