Agrarreform

Greening praxisnah gestalten


Der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz (AMK) Jörg Vogelsänger eröffnet heute die Amtschefkonferenz in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin. Bis morgen wollen die Staatssekretäre vor allem über die Ausgestaltung der Greeningmaßnahmen in Deutschland diskutieren. Die GAP-Reform verlangt ab 2015, dass die Betriebe 5 Prozent als ökologische Vorrangflächen ausweisen müssen.

Landwirte fordern die Politiker auf, dass Deutschland von der Möglichkeit Gebrauch macht, diese Flächen auch weiterhin produktiv zu nutzen. Udo Folgart vom Deutschen Bauernverband (DBV) weist darauf hin, dass der Anbau von Eiweißpflanzen nach guter fachlicher Praxis eine sinnvolle Lösung sei. Zudem müssten auch die von den Landwirten erbrachten Umweltleistungen berücksichtigt werden. Auch der Anbau von Zwischenfrüchten könnte angerechnet werden.

Immer noch gibt es bei der EU-Kommission Meinungsverschiedenheiten über den Einsatz von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen. Vielmehr sollten Signale gesetzt werden, dass die EU-Vorschriften zur GAP nicht national verschärft werden und zusätzliche Bürokratie für Landwirte entstehe. (da)
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