Baumärkte

Greenpeace lanciert Glyphosat-Umfrage


Von Greenpeace befragte Baumärkte
  • Bauhaus
  • Dehner
  • Globus Baumarkt
  • Hagebaumarkt
  • Hellweg
  • Hornbach
  • Obi
  • Toom
Dehner, Hagebau und Hellweg haben Glyphosat noch nicht aus ihren Regalen verbannt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter acht Baumärkten, die Greenpeace am Mittwoch veröffentlicht hat (siehe Kasten). In den Dehner-Regalen stehe das Mittel sogar als Konzentrat, das die Kunden selbst mischen müssen und somit falsch anwenden können.

Die Umweltschützer ziehen dennoch eine positive Bilanz aus ihrer Umfrage: „Die Proteste der Verbraucher und die politische Diskussion wirken. Die Baumärkte zeigen Verantwortung dafür, dass Gärten und Balkone von gefährlichen Giften verschont bleiben“, kommentiert Greenpeace. Gleichzeitig appelliert die Organisation an Hellweg, Dehner und Hagebau: Diese Märkte müssten ebenfalls das „umstrittene Mittel aus dem Sortiment nehmen“.

Augenmerk auch auf Neonicotinoide

Die Umweltschützer nutzen die öffentliche Diskussion, die im Zuge um die erneute Zulassung von Glyphosat in der EU schwelt. Zuletzt hatte sich das Europaparlament für eine Verlängerung der Zulassung um nur noch 7 statt der obligatorischen 15 Jahre ausgesprochen. In der politischen Diskussion steht ebenfalls ein Verbot von Glyphosat in Privatgärten.

Die Greenpeace-Umfrage hat außerdem ergeben, dass keiner der Baumärkte Glyphosat im Internet anbietet. Zudem fragten die Umweltschützer ab, inwieweit die Märkte Produkte mit neonicotinoiden Wirkstoffen listen: Auf Produkte mit Thiacloprid verzichten demnach alle acht Baumärkte, auf Acetamiprid nur Hornbach. Als bienengefährdend „B1“ eingestufte Produkte hat laut Greenpeace keiner der Märkte im Programm. (pio)
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