„Die Agrarpolitik fördert immer noch massiv eine kranke industrialisierte Landwirtschaft", sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Umwelt- und Ressourcenschutz sind Ziele auf dem Papier, die Bundesregierung verfehlt sie jedoch." Immer noch belaste Nitrat aus der Massentierhaltung das Grundwasser, der Einsatz von Pestiziden steige und gefährde die Artenvielfalt.

„Wir brauchen eine radikale Wende", fasst Zimmermann das Ziel von Greenpeace zusammen. Nur so könne man die Herausforderung meistern, ausreichend gesunde Lebensmittel zu erzeugen und deren gerechte Verteilung anzustreben. Die Politik soll sich laut Greenpeace deshalb an sieben Grundsätzen für eine "zukunftsfähige Landwirtschaft" orientieren.

Unter diese Ziele fasst Greenpeace die Maßgabe, dass Erzeuger und Verbraucher über die Lebensmittelproduktion entscheiden sollten, und nicht Konzerne. Außerdem müssten Beschäftigte in der Landwirtschaft weltweit von ihrer Arbeit leben können, so Greenpeace weiter. Erträge sollen mit ökologischen Mitteln gesteigert und die Vielfalt von Saatgut erhalten bleiben. Zudem pocht die Nicht-Regierungsorganisation auf den Schutz von Böden und Gewässern und will den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln unterbinden. (az)
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