Glyphosat

Grenzwerte bieten Sicherheit

Zu möglichen gesundheitlichen Risiken von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln gehen die Ansichten diametral auseinander. Deswegen nutzt das BfR die Grüne Woche in Berlin, um am heutigen Montag bei einem wissenschaftlichen Symposium den aktuellen Wissenstand darzustellen.

Seine Expertise bezieht das BfR aus der deutschen Rolle bei der EU-Wirkstoffprüfung. Für Glyphosat ist Deutschland Berichterstatter, und damit sind die in Deutschland für Pflanzenschutzmittel zuständigen Behörden bei allen Bewertungen dabei.

Das BfR hatte seine Stellungnahme bereits im Dezember veröffentlicht
. „Die Daten geben keinen Anlass, die gesundheitlichen Grenzwerte des Wirkstoffs wesentlich zu verändern", wiederholte dazu heute in Berlin Prof. Andreas Hensel und ergänzte: „Bestehende Rückstandshöchstgehalte sind nach wie vor sicher für Verbraucher. Sie decken sowohl Anwendungen zur Unkrautbekämpfung als auch den Einsatz als Sikkationsmittel ab."

Der BfR-Präsident schränkte allerdings ein, dass Beistoffe die Toxizität glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel erhöhen könnten. Zu solchen Beistoffen gehören zum Beispiel die Tallowamine, die als Netzmittel eingesetzt werden. In Deutschland hatte jedoch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bereits Ende 2011 den letzten Tallowamin-haltigen Mitteln die Zulassung entzogen.

Jetzt liegt die Entscheidung über Glyphosat bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), die wahrscheinlich noch im Januar die nächsten Schritte für die Neubewertung einleiten wird. (db)
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