Deutscher Bauerntag

Grüne: Rukwied ignoriert Zukunftsfragen


Die Grundsatzrede von Joachim Rukwied beim Deutschen Bauerntag hat bei den Grünen keinen Beifall gefunden. „Der Verbandspräsident reitet ein totes Pferd", kommentiert Friedrich Ostendorff. „Keine PR-Kampagne pro Pestizide und Massentierhaltung wird etwas daran ändern, dass immer mehr Menschen gesunde Lebensmittel wollen und industrielle Massentierhaltung satt haben", meint der Agrarpolitische Sprecher derBundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen. Rukwied könne nicht leugnen, dass die Nitrat-Belastung des Grundwassers zu hoch ist. „Die bisher eingesetzte Pestizid-Keule ist keine Medizin, sondern eine Belastung für unsere Lebensgrundlagen", kritisiert Ostendorf. Für die anstehenden Veränderungen würden die Bäuerinnen und Bauern die Unterstützung des Bauernverbandes brauchen. Der Verband vertue eine Chance, wenn er Zukunftsfragen ignoriert und mit teuren PR-Kampagnen überdecken will. (az)
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