Fleischkennzeichnung

Grüne bringen Antrag ein


Einen entsprechenden Antrag brachte die Bundestagfraktion der Partei auf der Sitzung des Bundestages am Donnerstag ein. Eine stärkere Differenzierung biete die Möglichkeit, Bemühungen für mehr Tierwohl zu entlohnen. Verbraucher könnten bewusstere Kaufentscheidungen treffen, heißt es in dem Antrag. Unterstützung fand der Antrag in der anschließenden Debatte bei der Fraktion der SPD. Die Möglichkeit der Differenzierung biete die jüngst gestartete Initiative Tierwohl nicht, so eine SPD-Abgeordnete. Sie verwies auf die Kennzeichnung der Schaleneier, die erfolgreich umgesetzt worden sei.

Kritik an dem Antrag kam vom CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring. Tierwohl sei nicht teilbar, so Röring. Eine Stigmatisierung einzelner Formen der Erzeugung dürfe nicht erfolgen. Die Initiative Tierwohl sei ein großer Erfolg und biete die Chance, "die Tierhaltung in Deutschland merklich nach vorne zu bringen", so Röring. Bis zum Ablauf der Meldefrist seien bereits 25 Millionen Tiere bei der Initiative Tierwohl gemeldet worden. Das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes erfasse dagegen nur rund 10.000 Tiere. Daher lehne die CDU-Fraktion den Antrag ab. Nach Abschluss der Debatte wurde der Antrag zur Bearbeitung in den Agrarausschuss verwiesen. Dort könnte er in dessen nächster Sitzung am 21. Mai. 2015 bereits beraten werden. (jst)   
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