Wahlkampf

Grüne wollen weniger Gülle auf dem Feld

Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" soll der Nährstoffüberschuss auf 30 kg Stickstoff/ha und Jahr gesenkt werden. Die neue Düngeverordnung schreibt eine Reduzierung auf 50 kg Stickstoff/ha und Jahr vor. Derzeit sind noch 60 kg Stickstoff/ha und Jahr.

Darüber hinaus verlangen die Grünen ein Pestizidreduktionsprogramm. Dazu zählen die Erforschung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz, ein Verbot des Einsatzes „hochproblematischer Stoffe wie Glyphosat und Neonikotinoide“ sowie eine Pestizidabgabe.

Weitere Elemente des Grünen-Plans sind zusätzliche Maßnahmen zur Minderung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung, eine Quecksilber-Minderungsstrategie, ein Verbot des Einsatzes von Mikroplastik in Kosmetika sowie eine Rekommunalisierung der Wasserversorgung.

Stoppschild für weniger Verunreinigung

„Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Grundwasser immer schmutziger und teurer wird, nur weil rücksichtlos Gülle und Ackergifte zum Einsatz kommen, weil Mikroplastik und Quecksilber durchsickern“, zitierte die Saarbücker Zeitung die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Für die Verunreinigung des Wassers brauche es ein deutliches Stoppschild. „Wenn wir hier nicht endlich umsteuern, wird es immer schwieriger und teurer, unsere hohen Qualitätsstandard zu halten“, mahnte die Grünen-Fraktionsvorsitzende. (mrs)
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